7. Alternative Behandlungsmöglichkeiten und "Wundermittel"

Immer wieder werden neue, angeblich sensationelle, alternative Heilungsmethoden für Krebserkrankungen vorgestellt.

Bei Krebskranken wird verständlicherweise die Hoffnung auf eine alternative verträglichere Behandlung als mit Chemo- und Strahlentherapie geweckt. Einige Patienten sehen in diesen Alternativen die für sie letzte Chance, überhaupt noch einen Ausweg aus der Krankheit zu finden.

Leider sind die Grenzen zwischen ernstzunehmenden alternativen Behandlungsmöglichkeiten und unseriösen "Wundermitteln" diffus. Eine kritische Auseinandersetzung ist in jedem Fall ratsam. Um seriöse und sinnvolle Behandlungen für den Einzelnen zu finden, kann der Weg über die Beratung in einer Krebsberatungsstelle oder die Anthroposophische Klinik/ Witten-Herdecke führen.

Wünschenswert ist in jedem Fall, daß Schul- und Alternativmediziner stärker aufeinander zugehen und zusammenarbeiten. Denn der Mensch in seiner Gesamtheit von Körper, Psyche, Lebensumständen usw., spielt sicherlich auch bei Morbus Hodgkin eine bisher unterbewertete Rolle.

Die bis heute bekannten alternativen Behandlungsmöglichkeiten sind als alleinige Krebstherapie zu ungewiß. In der Fachliteratur finden sich keine eindeutigen Heilungsbeweise, sondern oft nur widersprüchliche Therapieergebnisse.

Ob alternative Behandlungsformen eine unterstützende, zusätzliche Maßnahme im Rahmen schulmedizinischer Therapien sein können, bleibt auch beim Morbus Hodgkin strittig. Da Ursachen der Erkrankung im körpereigenen Immunsystem vermutet werden, kann ein Anregen dieses Systems durch Mistelextrakt (Helixor u.ä.), Sonnenhut (Echinacin u.ä.), Thymusextrakt oder homöopathische Mittel möglicherweise auch negative Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf haben oder das Entstehen eines Rezidivs begünstigen.


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