Medizinische Fachausdrücke - deutsch

- A B C D E F G H I K L M N O P R S T U-V Z -

kanzerogen
Karzinogen
Kardiomegalie
Vergrößerung des Herzens
Kardiotoxizität
Herzgiftigkeit, Herzschädigung
kardiovaskulär
Herz u. Gefäße betreffend
Karzinogen
Stoffe, die Krebs hervorrufen können. Karzinogene können von außen in den Körper gelangen, oder im Körper aus harmlosen Einzelsubstanzen zusammengesetzt werden.
Karzinogenese
Schrittweise Entstehung von Krebs in zeitlicher wie auch ursächlicher Hinsicht.
Karzinom
Abk. Ca. Vom Deckgewebe (Epithel) ausgehender bösartiger Tumor, z. B. in der Haut, den Schleimhäuten der Lunge, verschiedenen Drüsen, des Magen-Darm-Trakts, der lnnenauskleidung der Harnblase und anderer Organe. Karzinome lassen sich hinsichtlich Gewebeaufbau und Wachstum in die unterschiedlichsten Formen einteilen, z.B:
Adenokarzinom
Basalzellkarzinom
Bronchialkarzinom
Endometriumkarzinom
Mammakarzinom
Plattenepithelkarzinom
Zervixkarzinom
80-90% aller bösartigen Tumore sind Karzinome.
katabol
den Stoffwechsel im Sinne von (Eiweiß-)Abbau beeinflussend, insbesondere Abbau von Muskelmasse.
Katalytischer Ort (eines Enzyms)
Ort am Enzymmolekül, wo die chemische Umsetzung des Substrats stattfindet.
Katheter
Sonde, dünner Schlauch zum Einführen in Gefäße oder Körperhöhlen (z.B. Venen, Blase, Darm etc.) um Inhalt (z.B Blut) zu entnehmen oder Substanzen (z.B. Medikamente) einzubringen.
Kernspintomographie
Die Kerne von Wasserstoffatomen (sind in jedem Gewebe reichlich vorhanden) haben eine Eigendrehung (Spin) und ein sie umgebendes Magnetfeld. Normalerweise sind sie hinsichtlich ihrer Ausrichtung zufällig verteilt, richten sich jedoch in einem von außen angelegten Magnetfeld alle in der gleichen Richtung aus. Dabei nehmen sie Energie in Form von elektromagnetischen Wellen auf. Bei der Rückkehr in den ursprünglichen Zustand geben die Wasserstoffkerne diese Energie wieder ab: sie senden elektromagnetische Signale aus, die von einer ringförmigen Meßvorrichtung erfaßt werden. Dabei hat jedes Gewebe sein "eigenes" Signal. Mit einem Computer lassen sich daraus sehr genaue zwei- und dreidimensionale Bilder berechnen (Schichtbilder = Tomogramme).
Besonders gut geeignet ist dieses Verfahren für die Untersuchung von Gehirn und Rückenmark, man kann aber auch krankhafte Veränderungen anderer Organe erkennen. Das Gerät hat wie bei der
Computertomographie die Form einer Röhre, die Untersuchung ist jedoch mit keiner Strahlenbelastung verbunden und völlig schmerzlos. Das Erzeugen des Magnetfeldes ist allerdings mit ziemlichem Lärm verbunden.
Ungeeignet ist dieses Verfahren für Personen mit Herzschrittmacher oder größeren Metallteilen (z.B. künstl. Hüftgelenk) im Körper, da diese durch das Magnetfeld gestört werden, bzw. es selbst stören. Es kann dadurch zu Unfällen kommen.
Klassifizierung
etwas in Klassen einteilen, einordnen
Klimakterium
(gr. klimakter - kritischer Punkt im Leben) Wechseljahre der Frau, Lebensstufe, in der die Funktion der Eierstöcke und somit die Fortpflanzungsfähigkeit der Frau allmählich erlischt. Die Menopause fällt in diese Zeit hinein. Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt.
Klinisch, Klinischer Versuch
"Klinisch" bedeutet hier, auf die Anwendung am Menschen bezogen. In klinischen Versuchen werden Materialien und Methoden einer Studie systematisch untersucht. Ziel ist es, herauszufinden, ob die untersuchte neue Behandlungsmethode bei ausgewählten Patienten und Patientinnen bessere Ergebnisse erbringt als die bekannten Therapien.
Klon
Gruppe von Zellen oder Organismen mit identischem Erbgut, die durch Teilung (ungeschlechtliche Fortpflanzung) aus einer einzigen Zelle oder einem einzelnen Organismus hervorgegangen sind.
Knochenmark
Im Innern der Knochen gelegenes Gewebe, Produktionsstätte für im Blut zirkulierende Blutzellen. Man unterscheidet die Blutzellen in:
  • Rote Blutkörperchen (Erythrozyten):
    Sauerstofftransport.
    Normwerte: 4,2 - 5,4 (Frauen) 4,6 - 6,2 (Männer) Mio pro Mikroliter Blut
  • Weiße Blutkörperchen (Leukozyten):
    Abwehrzellen
    Normwerte: 4.800 bis 10.000 pro Mikroliter Blut.
    Untergruppen der Leukozyten sind die
    Granulozyten und die Lymphozyten.
  • Blutplättchen (Thrombozyten):
    Blutstillung / Gerinnung
    Normwerte: 150.000- 300.000 pro Mikroliter Blut
Knochenmarkbiopsie
Entnahme von Knochenmarksgewebe zur Untersuchung der Zellen (aus dem Beckenkamm oder Brustbein)
Knochenmarkpunktion
.Knochenmarkbiopsie
Knochenmarksdepression
Durch Chemotherapie bedingte Schädigung des Knochenmarks, bei der die Zahl der Blutzellen vermindert ist; sie ist fast immer reversibel (heilbar). Abhängig von der Art der Therapie ist die Dauer der Knochenmarksdepression, die mit einer erhöhten Infektions- und Blutungsgefahr einher geht.
Knochenmarktransplantation (KMT)
Behandlung, bei der Knochenmark, das durch die Erkrankung oder Behandlung angegriffen wurde, durch gesundes Knochenmark ersetzt wird. Gewöhnlich erhält der Patient eine Hochdosis-Chemotherapie und evtl. eine Ganzkörperbestrahlung, um die Krebszellen abzutöten. Bei dieser Prozedur wird das Knochenmark und damit ein wichtiger Teil des Immunsystems zerstört. Das gesunde Knochenmark wird über eine Infusion ins Blut gegeben und findet von selbst seinen Weg in die Knochen, wo es sich ansiedelt und die Blutbildung wieder in Gang bringt. Es kann dem Patienten selbst vor der Behandlung entnommen werden (autologe KMT) oder von einem geeigneten Spender stammen (allogene KMT).
Knochenscan
.Skelettszintigraphie
Kohlehydrate
Einfach- und Mehrfachzucker
Funktion: wichtigster Energielieferant, Speicherung im tierischen u. menschlichen Organismus als Glykogen, im pflanzlichen als Stärke.
Kokarzinogen
Substanzen oder Faktoren in der Umwelt, die mit anderen Faktoren (chemischen, biologischen oder physikalischen) zusammenwirken und Krebs hervorrufen können. Sie verstärken den Effekt von Karzinogenen, ohne selbst kanzerogen zu sein (sog. Promotoren).
Kolon
Mittlerer und größter Abschnitt des Dickdarms; wird aber auch als Bezeichnung für den gesamten Dickdarm einschließlich Blind- und Mastdarm verwendet.
Koloskop
Gerät (Endoskop) zur direkten Untersuchung des Dickdarms..
Koloskopie
die Endoskopie des Dickdarms.
Kolostoma
Kolostomie
Kolostomie
Künstlicher Dickdarmausgang, chirurgisch hergestellte Verbindung zwischen Dickdarm und Bauchwand. Dient zur Ableitung des Darminhalts, wenn der natürliche Darmausgang vorübergehend oder dauerhaft ausfällt.
Kolposkopie
Untersuchung des Muttermundes und der Scheide mit einer Lupe (Kolposkop) in 10-30 facher Vergrößerung.
Kombinationstherapie
Kombination mehrerer Behandlungsverfahren, z.B.Verbindung von Chemotherapie, Strahlentherapie und Operation.
Komplikation
Schwierigkeit: Ereignis oder Umstand, wodurch der normalerweise überschaubare Ablauf einer Erkrankung, eines ärztlichen Eingriffs oder natürlichen Vorgangs (z.B. Geburt) ungünstig beeinflußt oder verschlimmert wird.
Kongestion
arterielle Blutüberfüllung als Folge von Entzündungsreizen
kongestiv
als Folge von Entzündungsreizen arteriell mit Blut überfüllt
Konisation
Ein kegelförmiger Teil des Gebärmutterhalses (Zervix) wird chirurgisch entfernt und dann histologisch untersucht. Dient dazu, die Ausdehnung und Tiefe eines Tumors zu bestimmen.
Konjunktivitis
Augenbindehautentzündung
Kontrasteinlauf, KE
eine Röntgenuntersuchung des Dickdarms mit Einlauf von Kontrastmittel (Bariumsulfatsuspension). Eine spezielle Vorbereitung zur Darmreinigung ist erforderlich.
Kontrastmittel
Substanzen, die bei bildgebenden Untersuchungen (bes. Röntgen, aber auch Kernspintomographie) Kontrastunterschiede im Gewebe verstärken.
Röntgenstrahlen werden vom Kontrastmittel mehr (positiver Kontrast) oder weniger (negativer Kontrast) abgeschwächt als vom Körpergewebe. Dadurch kommt es zu einer kontrastreicheren Darstellung.
Konvulsionen
Schüttelkrämpfe
Koronararterien
Herzkranzgefäße
Koronarsklerose
Verengung oder Verschluß einer oder mehrerer Herzkranzgefäße durch Arteriosklerose, der häufigsten Ursache für Durchblutungsstörungen am Herzen.
Kortison
Cortison
Krebs
Allgemeiner Ausdruck für mehr als hundert verschiedene Krankheiten, die durch unkontrolliertes und unnormales Wachstum von Zellen entstehen. Ihr gemeinsames Merkmal ist die Malignität (Bösartigkeit) Krebszellen können sich über das Blut oder das lymphatische System im Körper ausbreiten und Metastasen bilden.
Kryochirurgie
Kältechirurgie: Durch Verdampfen verflüssigter Gase werden im betreffenden Gewebe Temperaturen bis zu -76°C (CO2, Kohlensäureschnee), -85°C (Lachgas, N2O) bzw. -196°C (Stickstoff) erzielt. Vorteil: relativ gewebeschonender und organerhaltender Eingiff bei guter Blutstillung, relativ geringer Belastung des Patienten und Schmerzarmut.
Kuration
Heilung
kurativ
heilend, auf Heilung ausgerichtet

Zurück
Weiter
Morbus Hodgkin Homepage
Morbus Hodgkin im Internet