Medizinische Fachausdrücke - deutsch

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Laparotomie
Operative Eröffnung der Bauchhöhle zur Entnahme von Gewebsproben zur Diagnostik (pathologisches Staging)
Laryngektomie
Entfernung des Kehlkopfes
Laryngoskop
Instrument zur Laryngoskopie (Spiegelung des Kehlkopfes)
Laryngoskopie
Betrachtung des Kehlkopfs:
1. Indirekt: mit einem Spiegel oder einem starren
Endoskop, das bis zur Rachenhinterwand eingeführt wird. Geht meistens ohne oder mit lokaler Betäubung.
2. Direkt: mit einem
Endoskop, das unter Narkose in den Kehlkopf eingeführt wird, dabei können auch kleinere chirugische Eingriffe vorgenommen werden.
Larynx
Kehlkopf
Läsion
Schädigung, Verletzung, Störung
latent
stumm, verborgen, ohne Symptome verlaufend.
Leukämie
bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems, betrifft vor allem das Knochenmark und die Lymphknoten. Sie ruft in der Regel ein übermäßiges Wachstum bestimmter unreifer Zellen im Knochenmark oder den Lymphknoten hervor.
Je nach Art der Zellen unterscheidet man
- myeloische Leukämie
- lymphatische Leukämie
Man unterscheidet bei beiden Arten zwischen
akuten Formen, die schnell und heftig auftreten, und chronischen, die langsam fortschreiten.
Leukopenie
Verminderung der Leukozytenzahl (weiße Blutkörperchen) und damit der Immunabwehr gegen krankheitserregende Keime (Bakterien, Viren, Pilze).
Leukoplakie
weiße, nicht abwischbare Schleimhautveränderungen, die sowohl gutartigen wie bösartigen Gewebsveränderungen entsprechen können.
Leukozyten
weiße Blutkörperchen, die bestimmte Funktionen im Immunsystem übernehmen. Sie werden in verschiedene Formen unterteilt: die Granulozyten werden im die Lymphozyten im Lymphsystem.
Knochenmark gebildet,
Libido
Lust auf Sex
Lipide
Fette
Liposarkom
seltene, bösartige Geschwulst des Fettgewebes, kommt meist in der Bauchhöhle vor
Liquor
Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit
lokal
örtlich
Lokalanästhesie
Örtliche Betäubung.
Lokalrezidiv
Erneutes Auftreten eines Tumors an einer bereits vorher behandelten Stelle, im Gegensatz zur Metastase.
Lokalisation
der genaue Ort, z.B. eines Tumors im Körper
lokalisieren
den genauen Ort oder Standpunkt bestimmen
Lumbalpunktion
Punktion des Spinal (Wirbel) -kanals zwischen 3 und 4. oder 4. und 5. Lendenwirbel mit dem Ziel, Liquor (Gehirn-Rückenmarkflüssigkeit) zu gewinnen oder Medikamente zu injizieren.

Hinweis: Das eigentliche Rückenmark ist bereits in Höhe des 1. bis 2. Lendenwirbels zu Ende, darunter durchziehen nur noch Nervenfasern den Spinalkanal, die der eindringenden Nadel ggf. ausweichen. D.h. die Gefahr einer Querschnittslähmung durch Lumbalpunktion ist verschwindend gering.

Lumen
Hohlraum in einer Röhre, z.B. einem Katheter oder einem Blutgefäß.
Lymphatisches System
Teil des Immunsystems: funktionelle Einheit des im ganzen Körper verteilten lymphatischen Gewebes. Hierzu gehören:
  • Lymphknoten,
  • Milz,
  • Tonsillen (Mandeln),
  • Peyer'sche Plaques (lymphatisches Gewebe im Darm).
Lymphdrainage
Form der Streichmassage, um Lymphödeme zu beseitigen. Man streicht mit den Fingerkuppen auf der Haut in Richtung der Lymphbahnen.
Lymphe (Lymphflüssigkeit)
Gewebewasser: Eine fast farblose Flüssigkeit, die Lymphozyten, Antikörper und Nährstoffe enthält und sich im Gewebe und den lymphatischen Gefäßen des Körpers befindet; eine Art Drainagesystem des Körpers.
Lymphgefäße
ein eigenes Gefäßsystem im Körper, das das Gewebswasser (Lymphe) zu den herznahen Venen transportiert, wo es sich wieder mit dem Blut vermischt.
Lymphknoten
kleine, bohnenförmige Organe, die in die Lymphgefäße eingeschaltet sind. Dort filtern sie Bakterien oder Tumorzellen heraus. Bei Infektionen oder Tumorerkrankungen können sie vergrößert sein.
Lymphödem
durch Behinderung des Lymphabflusses (z.B. nach Entfernung von Lymphknoten) verursachtes Ödem (Schwellung), bes. an Armen oder Beinen. Kann durch Operationsnarben oder Tragen von einengender Kleidung entstehen, aber auch eine Tumorneubildung anzeigen. Sonnenbaden und Sauna kann das Lymphödem verstärken.
Lymphogranulomatose
andere Bezeichnung für Morbus Hodgkin
Lymphographie
eine Röntgenuntersuchung des lymphatischen Systems. Ein Kontrastmittel (Farbstoff) wird in ein Lymphgefäß auf dem Fußrücken injiziert, um die Lymphbahnen und Lymphknoten darzustellen.
Lymphokine
von Lymphozytenabgesonderte, hormonähnliche Botenstoffe, die andere Zellen zur Bildung verschiedener Enzyme oder zum Wachstum anregen.
Lymphom
Eine (bösartige) Erkrankung des lymphatischen Systems, die in der Regel mit Tumorbildung einhergeht. Man unterscheidet hier ganz verschiedene Krankheitsbilder, die in 2 Hauptgruppen eingeteilt werden: Morbus Hodgkin und Non-Hodgkin-Lymphome (NHL)
Lymphosarkom
Veralteter Ausdruck für eine bösartige Geschwulst des Lymphsystems (Lymphom).
Lymphozyten
Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie werden im lymphatischen System gebildet und erfüllen verschiedene Aufgaben: Produktion von Antikörpern, Gedächtniszellen, Killerzellen.

Während der Entwicklung im Mutterleib und bis zum Erwachsenenalter werden sie an zwei Orten gebildet bzw. auf ihre spätere Funktion geprägt:

  • im Knochenmark (bone-marrow): sie heißen dann B-Lymphozyten. Sie können Antikörper bilden oder zu sog. Gedächtniszellen werden.
  • Im Thymus: dann heißen sie T-Lymphozyten. Sie sind die natürlichen Killerzellen des Körpers und können auch zu Gedächtniszellen werden. Außerdem spielen sie eine Rolle bei der Regulation der Immunantwort.

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