Medizinische Fachausdrücke - englisch

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abdomen
Abdomen
Bauch
ablatio
Ablatio
Ablösung, Amputation
ablatio mammae
Ablatio mammae
Operative Entfernug der Brust, Brustamputation
absorption
Absorption
Aufnahme
acute
akut
plötzliches Einsetzen einer Erkrankung
adenocarcinoma
Adenokarzinom
vom Epithelgewebe der Drüsen ausgehendes Karzinom.
adenoma
Adenom
vom Epithelgewebe der Drüsen oder der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts ausgehende, zunächst gutartige Geschwulst, die bösartig entarten kann.
adenomatous
adenomatös
drüsenförmig
adjuvant
adjuvant
unterstützend, ergänzend
adjuvant therapy
adjuvante Therapie
Jede "unterstützende" Therapieform. Wenn nach der vorhergegangenen Therapie (Operation, Strahlentherapie) kein Tumor mehr nachweisbar ist, aber das Vorhandensein einzelner Tumorzellen nicht ausgeschlossen werden kann, wird adjuvant therapiert, zum Beispiel mit Hormonen (adjuvante Hormontherapie) wie Antiöstrogenen oder Zytostatika (adjuvante Chemotherapie).
administration
Verabreichung

adrenal glands
Nebennieren
paarige endokrine Drüsen in unmittelbarer Nachbarschaft der Nieren. Sie bilden verschiedene Hormone, u.a. die Corticosteriode
adreno...
Adreno...
Die Nebenniere betreffend
adrenocortico...
Adrenocortico...
Die Nebennierenrinde betreffend
adrenocorticosteroids
Adrenocorticosteroide
Nebennierenrindenhormone, siehe Corticosteroide
aetiology
Ätiologie
Lehre von den Krankheitsursachen bzw. die einer Krankheit zugrundeliegende Ursache selbst.
aetiologic factor
Ätiologischer Faktor
Verursachender Faktor
AFP - alpha fetoprotein
AFP - Alpha Fetoprotein
Eiweißgruppe, die hauptsächlich im Gewebe des Ungeborenen vorkommt: ein Protein, das im Dottersack, in der fetalen Leber u. in Zellen des Verdauungstrakts (auch im Erwachsenenalter) produziert wird. Die Erhöhung von AFP im Serum ist normal in der Schwangerschaft und beim Säugling, krankhaft erhöhte Werte kommen bei bestimmten Erkrankungen (z.B. der Leber) und bösartigen Tumoren (Tumormarker) vor.
agent
Medikament

agitation
Unruhe, Erregung

agonist
Agonist
Pharmakologisch: Substanzen, die sich mit einem Rezeptor verbinden und die zellulären Eigenschaften verändern. Gegenteil: Antagonist.
AIDS
AIDS
Abk. für acquired immune(o) deficiency syndrome, wörtl übersetzt: erworbenes Immunschwächesyndrom. Erstmals 1981 beschriebenes Krankheitsbild, das durch eine ausgeprägte Immunschwäche mit wiederkehrenden Infektionen und spezifischen Malignomen wie Kaposi-Sarkom und Lymphomen gekennzeichnet ist. Erreger ist das Virus HIV.
alkaloids
Alkaloide
stickstoffhaltige, meist kompliziert aufgebaute Inhaltsstoffe von Pflanzen mit pharmakologischer Wirkung
alkylating agents
Alkylantien
Gruppe von Zytostatika, die Alkylgruppen (Kohlenwasserstoffreste/-gruppen) in organische Verbindungen einführen, insbesondere in die DNS. Dadurch werden deren Stränge vernetzt und die Erbinformation kann nicht mehr abgelesen werden.
allergy
Allergie
Fehlgeleitete Immunreaktion: Es werden harmlose Stoffe (z.B. Pollen) als körperfeindliche Antigene erkannt und dagegen Antikörper gebildet.
allogenic (bone marrow transplant)
allogen(e Knochenmarktransplantation)
aus dem gr. allos= anders, verschieden - Knochenmarkfremdspende. Dem HLA - verträglichen Spender wird Knochenmark entnommen und dem Empfanger gegeben. Siehe Knochenmarktransplantation
alopecia
Alopezie
Haarausfall, kann am ganzen Körper auftreten und kann durch bestimmte Zytostatika verursacht werden.
ambulant
ambulant
ohne Krankenhausaufenthalt
amenorrhoea
Amenorrhoe
Ausbleiben der Regelblutung
amino acids
Aminosäuren
Organische Verbindungen, aus denen die Eiweiße (Proteine) aufgebaut sind.
Es gibt ca. 25 verschiedene Aminosäuren:
  • Gly Glycin
  • Ala L-Alanin
  • Ser L-Serin
  • Thr Threonin
  • Val Valin
  • Leu Leucin
  • Ile Isoleucin
  • Asp Asparaginsäure
  • Glu Glutaminsäure
  • Asn Asparagin
  • Gln Glutamin
  • Arg Arginin
  • Lys Lysin
  • Hyl Hydroxylysin
  • Orn Ornithin
  • Cit Citrullin
  • Cys Cystein
  • Cys2 Cystin
  • Met Methionin
  • Phe Phenylalanin
  • Tyr Tyrosin
  • Pro Prolin
  • Hyp Hydroxyprolin
  • Trp Trypthopan
  • His Histidin


amputation
Amputation
operative Entfernung eines Körperteils
anabolic
anabol
den Stoffwechsel im Sinne von (Eiweiß-)Aufbau beeinflussend, insbesondere Aufbau von Muskelmasse.
anaesthesia
Anästhesie
Schmerzausschaltung. Man unterscheidet
  • Lokalanästhesie: nur Betäubung eines begrenzten Bezirks und
  • Allgemeinanästhesie: Ausschaltung des Bewußtseins (Narkose)


analgesic
Analgetikum
Schmerzlinderndes Medikament
anamnesis
Anamnese
Krankengeschichte: Art, Beginn und Verlauf der aktuellen Beschwerden, die im ärztlichen Gespräch mit dem Kranken erfragt werden.
anaphylaxis
Anaphylaxie
Besonders schwere Sonderform der Allergie, die zum sog. anaphylaktischen Schock mit tödlichem Ausgang führen kann.
anastomosis
Anastomose
1. natürliche Verbindung zwischen Blut-, Lymphgefäßen oder Nerven
2. Operativ angelegte Verbindung von Hohlorganen. z.B. bilio-digestive Anastomose = Verbindung von Gallengang oder -blase mit Dünndarm oder Zwölffingerdarm.
androgens
Androgene
männl. Geschlechtshormone, die die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale des Mannes fördern. Wichtigster Vertreter ist das Testosteron. Durch Androngenentzug kommt es zu einer Verkümmerung der Prostata.
anemia
Anämie
Blutarmut, Verminderung von Erythrozytenzahl und Hämoglobin
angiosarcoma
Angiosarkom
Hämangiosarkom
ankle
Fußknöchel

anorexia
Anorexie
Appetitlosigkeit
antagonist
Antagonist
Gegenspieler, Gegenmittel. Pharmakologisch: Substanz, die sich mit demselben Rezeptor wie der Agonist verbindet und diesen dadurch wirkungslos macht.
antiandrogens
Antiandrogene
Substanzen, die die Wirkung der natürlichen Androgene hemmen.
antibiotics
Antibiotika
Einzahl: Antibiotikum
Sammelbegriff für chemisch unterschiedliche Stoffwechselprodukte verschiedener Organismen mit abtötender oder wachstumshemmender Wirkung. Diese kann sich gegen z.B.
Viren, Bakterien, Pilze und auch Körperzellen richten.
antibody
Antikörper
Reaktionsprodukte des Immunsystems auf körperfeindliche Stoffe (Antigene). Es sind relativ kompliziert gebaute Eiweiße. Sie gelten als Träger der Immunität.
Sie sind gezielt gegen das
Antigen gerichtet, lagern sich daran an und machen es dadurch wirkungslos.
anticipatory nausea
antizipatorisches Erbrechen
vorwegnehmendes Erbrechen, d.h. bevor mit der Chemotherapie begonnen wurde. Psychologisches Problem, das aus der Angst vor dem Erbrechen resultiert und oft auftritt, wenn es bei einer vorhergehenden Therapie nicht oder unzureichend verhindert wurde.
antidiurectic hormone
Antidiuretisches Hormon
ein Hormon, das den Flüssigkeitshaushalt steuert
antidote
Antidot
Gegengift
antiemetics
Antiemetika
Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen
antiestrogens
Antiöstrogene
Hemmstoffe des körpereigenen Hormons Östrogen. Sie binden sich anstelle des Östrogens an dessen Hormonrezeptoren und spielen eine wichtige Rolle bei der Therapie von Brustkrebs. Eine bekannte Substanz ist Tamoxifen
antifolate
Folsäureantagonist
ein Zytostatikum, das chem. Aufbau der Folsäure unterbricht.
antifungal
.antimykotisch

antigen
Antigen
Stoffe, die vom Körper als feindlich erkannt werden und das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern anregen. Es sind meist Eiweiße, z.B. in der Zellwand von Bakterien.
antigen-antibody-complex
Antigen-Antikörper-Komplex
Immunkomplex
antigen-antibody-reaction
Antigen-Antikörper-Reaktion
in der Regel nicht wieder lösbare Verbindung von Antigen und Antikörper zu einen sog. Immunkomplex
antimetabolites
Antimetabolite
Substanzen, die einen lebenswichtigen Stoffwechselprozeß blockieren oder verändern.
Sie sind in ihrer chemischen Struktur natürlichen Substanzen des Stoffwechsels, den
Metaboliten, sehr ähnlich. Antimetaboliten sehen so aus als seien sie normale Metaboliten. Sie dringen in den Stoffwechsel ein und blockieren bestimmte biochemische Reaktionen, weil sie eben nicht die "echten" Metaboliten sind. Wenn die Antimetaboliten für die Tumorzellen mit ihrem besonderen Stoffwechsel schädlicher sind als für die gesunden Zellen, werden sie als Zytostatika bei der Chemotherapie verwendet.
Die meisten Stoffe dieser Gruppe sind mit den natürlichen DNS-Basen chemisch verwandt und werden dann als "falsche Base" in die
DNS eingebaut. Dadurch kommt es zu Strangbrüchen der DNS oder zur Produktion sogenannter "Nonsense-Proteine", Eiweißstoffe ohne Funktion (siehe auch Proteinbiosynthese).
antimycotic
antimykotisch
das Wachstum von Pilzen hemmend
antineoplastic
antineoplastisch
das Tumorwachstum hemmend, siehe auch Neoplasie, neoplastisch
antioxidants
Antioxidantien
Stoffe, die leicht Sauerstoff binden und dadurch andere Stoffe (z.B. in Lebensmitteln) vor unerwünschter Aufnahme von Sauerstoff schützen. Sie können die Entstehung freier Radikale verhindern. Ein natürliches Antioxidans ist Ascorbinsäure (Vitamin C).
antiproliferative
antiproliferativ
wachstumshemmend
antiserum
Antiserum
Serum, das Antikörper gegen einen oder mehrere bestimmte Krankheitserreger enthält. Es wird gewonnen von speziell zu diesem Zweck immunisierten Tieren oder von Menschen, die eine bestimmte Erkrankung durchgemacht haben.
anus
Anus
After
anus praeter(naturalis)
Anus praeter(naturalis)
künstlicher Darmausgang
apheresis
Apherese
Verfahren, um Zellen aus dem Blut zu separieren (auszusondern). Es wird benutzt, um Stammzellen zu sammeln, aber auch, um Thrombozytenkonzentrat herzustellen. Das Blut wird dabei durch eine Maschine gepumpt, in der sich eine Zentrifuge befindet. Die Stammzellen setzen sich dabei in einer Schicht ab, die abgesaugt wird. Das restliche Blut wird wieder aufgemischt und dem Patienten zurückgegeben. Bei sehr guten Venen kann die Apherese über die Armvenen erfolgen. In der Regel wird aber ein sog. Shaldon- oder Dialyse-Katheter verwendet. Das ist ein etwas dickerer Katheter mit zwei Lumina (Kanälen), der in einer Hals- oder Schlüsselbeinvene liegt.
Die Prozedur selbst ist schmerzlos und wenig belastend. Sie dauert ca. 4 Stunden und wird jeden Tag wiederholt, bis genügend Zellen gesammelt sind, jedoch höchstens 4 mal.
aplasia
Aplasie
allg. Bezeichnung für fehlende Entwicklung eines Organs. Oft für den Stillstand der Zellentwicklung im Knochenmark (nach Chemotherapie) verwendet. (Knochenmarksdepression)
apoenzyme
Apoenzym
Trägersubstanz eines Enzyms, bildet zusammen mit dem Coenzym das Holoenzym.
application
Applikation
Anwendung, Verabreichung
arrhythmia
Arrhythmie
unregelmäßiger oder fehlender Rhythmus, Unregelmäßigkeit der Herz- od. Hirntätigkeit
arteries
Arterien
Schlagadern, Pulsadern: Blutgefäße mit vom Herzen wegleitender Strömungsrichtung. Sie transportieren sauerstoffreiches Blut in den Körper und sauerstoffarmes Blut in die Lunge.
arteriosclerosis
Arteriosklerose
umgangssprachliche Bezeichnung: Arterienverkalkung. Wichtigste und häufigste krankhafte Veränderung der Arterien mit Verhärtung, Verdickung, Elastizitätsverlust und Lichtungseinengung.
Für die Auslösung bzw. Förderung der Arteriosklerose werden u.a. verantwortlich gemacht: Bluthochdruck, zu hohe Blutfette, Zuckerkrankheit, Rauchen Streß, Alter, familiäre Belastung.
Aspiration
Aspiration
Ansaugen
association
Assoziation
Verbindung, Verknüpfung, insbes. gedanklich
asymptomatic
asymptomatisch
ohne Symptome (Krankheitszeichen)
atony
Atonie
Erschlaffung, Herabsetzung des Spannungszustandes der Muskulatur
attenuation
Attenuierung
Abschwächung der Virulenz von Krankheitserregern unter Erhaltung der antigenen Eigenschaften.
attenuated viruses/bacteria
attenuierte Viren/Bakterien
Abgeschwächte Krankheitserreger (Viren oder Bakterien) oder Bestandteile davon, die gezüchtet oder biochemisch hergestellt werden. Sie werden gespritzt, weil sie die Bildung von Antikörpern veranlassen und so den Körper vor den "echten" Viren oder Bakterien schützen.
autoimmune/autoaggression diseases
Autoimmun-/Autoaggressionskrankheiten

Krankheiten des menschlichen Immunsystems, bei denen Immunzellen das eigene Körpergewebe schädigen.
autoimmunization
Autoimmunisierung
griech. autos = selbst. Immunisierung gegen körpereigene antigene Substanzen mit Bildung von Autoantikörpern.
autologous (bone marrow transplant)
autolog(e Knochenmarktransplantation)
(autogen) aus dem gr. autos= selbst aus dem Körper entstanden, nicht von außen eingebracht - Eigenknochenmarkspende. Dem Patienten wird vor der Behandlung Knochenmark entnommen, evtl. mit Strahlen- und/oder Chemotherapie behandelt, eingefroren und nach der Behandlung zurückgegeben. Siehe Knochenmarktransplantation
autologous (peripheral blood stem cell transplant)
autolog(e periphere Blutstammzelltransplantation)
Unter dem Einfluß von G-CSF (ein Medikament, das das Wachstum der Granulozyten anregt: Neupogen) fängt der Körper an, aus dem Knochenmark Stammzellen in's periphere Blut auszustoßen. Diese werden vor der Behandlung entnommen, evtl. mit Strahlen- und/oder Chemotherapie behandelt, eingefroren und nach der Behandlung zurückgegeben. Siehe periphere Blutstammzelltransplantation
autotransplant
Autotransplantation
körpereigenes Gewebe - zum Beispiel Haut - wird von einer Stelle des Körpers zu einer anderen transplantiert.
awkwardness
Ungeschicklichkeit

axilla
Axilla
Achsel, Achselhöhle

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